In Schledehausen „volle Kanne“ abgeräumt
Die LandArt Schledehausen am 8. und 9. August war ein voller Erfolg – das Wetter spielte mit, die Besucher kamen in Strömen – stöberten, schlemmten und erwarben manch besondere Schätzchen.
Im Rathaus Bissendorf fand Mitte September die Preisverleihung der "Goldenen Kanne" durch das LandArt-Team und Vertreter der Verwaltung statt.
Das LandArt-Team, bestehend aus Katharina Brückner, Iris Peters und Bettina Kröger, hatte die mehr als hundert Ausstellenden aufgerufen, die Gießkanne als sommerliches Symbol für Wachstum, Natur, Fürsorge und Lust am Wasserspiel in ihre Stände einfließen zu lassen. Die kreativsten Ideen wurden jetzt in gemütlicher Runde im Rathaus Bissendorf prämiert.
Nach der Begrüßung durch Ordnungsamtsleiter Bernd Stegmann mit seinem Stellvertreter Reinhard Nüße und einem kurzen Rückblick auf das Event startete eine kurzweilige Präsentation: Angelehnt an die Verleihung der „Goldenen Kamera“ wurde sieben Ausstellern die „Goldene Kanne“ verliehen.
Den Preis für die „beste Regie“ erhielt die Patchworkgruppe Schledehausen. Mit Blick auf ihre vielfältigen Arbeiten (im aktuellen Fall upgecycelte Jeans-Taschen) und dennoch aus einem Guss agierend, hält Ruth Dresing die Fäden des textilen Sextetts in der Hand.
Ausgezeichnet für die „beste Animation“ wurde Heidrun Bailly. Die Künstlerin aus Westerkappeln (Firma „Kreaterzio“) hatte ein lebendiges Wasserspiel aus Keramikblüten, Salatpflanzen und Vögeln kreiert.
Den Preis für den „besten Dokumentarfilm“ nahm Ulrich Wienke vom Heimat- und Verkehrsverein Schledehausen in Empfang. Seine Vorstandskollegin Sabine Dörmann hatte die Idee zu einem riesigen Mensch-ärger-Dich-nicht-Spiel mit bunten Kannen, das von Klein und Groß gut angenommen wurde.
In der Kategorie „beste Hauptdarstellerinnen“ wurde Miriam Müller („bottled & mixed“) ausgezeichnet. Die Veranstaltungsfachfrau hatte die Idee, Christiane Rodewald und Lene Rietenbach unter dem Motto „Viele kleine Tropfen lassen die LandArt wachsen“ als Walking-Act über das Gelände flanieren zu lassen und Gedanken der Besucher einzusammeln.
Geehrt für das „beste Szenenbild“ wurde Isa Villegas Solizar („Kunst und Klamotten.de“). Unterstützt durch eine private Strickkreis-Initiative um Irmtraud Tylle, hatte die Ausstellerin aus Bohmte alte Blechkannen filigran mit floralen Motiven bemalt.
Fotos: Gemeinde Bissendorf
Für das „beste Casting“ wurde Jürgen Dill gewürdigt. Der Metallkünstler aus Cloppenburg und seine Frau Gabriele hatten für ihren Auftritt auf der LandArt knallbunte Gießkannen mit Taucherbrillen und Schnorcheln versehen und mit weiteren Deko-Elementen zu echten „Eye-Catchern“ gemacht.
Das „beste Drehbuch“ wurde Marlitt Grigat aus Stadthagen („frisch genähtes“) attestiert. Ihre Stofftaschen in Gießkannenform enthielten lustige Slogans wie „Achtung! Der Salat schießt!“ oder „Petersilie ist sexy!“.
Einen Sonderpreis vergab die Jury an Sabine Korn („Das Auge denkt mit“). Kurz vor der LandArt erkrankt, hatte die Kunsthandwerkerin aus Münster eine aufwendig gefertigte Halskette mit einer kleinen Metallgießkanne und daraus „plätschernden“ Perlen nach Bissendorf gesendet.
Statt zur After-Show-Party gingen die Geehrten und Gastgeber nach der Preisverleihung zu Kaffee und Kuchen über und tauschten sich angeregt aus. Alle Ausgezeichneten erhielten eine kleine goldene Gießkanne auf einem Podest. Dazu gab es Pralinen, Blumenzwiebeln, Saatgut und eine Kerze für weitere zündende Ideen.
