30 Jahre Jugendfeuerwehr Bissendorf
Zur locker gestalteten Feierstunde im Feuerwehrhaus Bissendorf erschienen zahlreiche Jugendliche mit ihren Eltern.
Das 30-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Bissendorf wurde jetzt von Funktionsträgern aller vier Ortsfeuerwehren, von Vertretern aus Rat und Verwaltung, den Jugendlichen und ihren Familien sowie weiterer Abteilungen (Feuerwehrmusikzug und Kinderfeuerwehr) gefeiert.
Begrüßt wurden die starke Gemeinschaft im Feuerwehrhaus Bissendorf von Gemeindejugendfeuerwehrwart Lukas Hoge. Gemeinsam mit Katharina Sobolewski und Justus Bendix Melzer führte er durch den Abend und ließ 30 Jahre Entwicklungsgeschichte der Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Bissendorf anhand ausgewählter Aufnahmen Revue passieren:
Angefangen bei der Gründung der Jugendfeuerwehr im Jahr 1996 mit 19 Mitgliedern und vier Ausbildern bis zur im Jahr 2026 erneut zusammen mit der Jugendfeuerwehr Melle-Mitte erfolgten Abnahme der Leistungsspange, als höchste Auszeichnung, die ein Mitglied in der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) erreichen kann.
Aufgeteilt in drei Zeitabschnitte flimmerten zahlreiche Fotos über die Flatscreens und machten deutlich: Die Jugendfeuerwehr engagiert sich neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung auch stark in der Wertevermittlung, im Umweltschutz sowie in der Förderung von Vielfalt und Demokratie – etwa durch die Teilnahme an der 2013 initiierten überregionalen Fahrrad-Aktion „1000 Kilometer gegen Rechts“.
Fotos vom alle zwei Jahre stattfindenden Kreiszeltlager – vorzugsweise in Rhens oder Dorum –wurden genauso präsentiert wie vom Bau großer Insektenhotels, von der Errichtung und Pflege des Biotops im Meckelesch und des Barfußpfads am Sonnensee sowie vom „Frühjahrsputz“ in der Gemeinde Bissendorf.
Über die Flatscreens im Feuerwehrhaus Bissendorf flimmerten drei Jahrzehnte Entwicklungsgeschichte der Gemeindejugendfeuerwehr.
Die Ausrichtung von Wikingerschachturnieren auf Kreisebene, die Teilnahmen am „Spiel ohne Grenzen“, Sternwanderungen, Sponsorenläufen, Übernachtungen im Feuerwehrhaus, Vergnügungsausflügen oder der seit 2024 gemeinsam mit dem Jugendrotkreuz Bissendorf durchgeführten Tannenbaumsammelaktion verdeutlichten, wie vielseitig der Alltag in der Jugendfeuerwehr ist.
Statt klassischer Grußworte hatten sich die Jugendfeuerwehrleute Svea-Melina, Julian und Ben Luca für ein lebendiges Format entschieden: Die drei Nachwuchskräfte luden Bürgermeister Guido Halfter, den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Kai Duvendack und die Feuerwehrausschussvorsitzende Simone Hartung zu einem lockeren Interview rund um den Anlass des Abends.
Dabei galt es für die Interviewpartner Fragen wie „Was macht überhaupt der Feuerwehrausschuss?“, „Was können die Jugendlichen besser als die Erwachsenen?“ oder „Was war euer prägendstes Erlebnis mit der Jugendfeuerwehr?“ aus dem Stegreif zu beantworten.
„Was mich am meisten beeindruckt: Hier lernen junge Leute aus allen Bissendorfer Ortsteilen, dass nicht das Ich, sondern das Wir wichtig ist!“, betonte Guido Halfter. Er schloss in seinen Dank nicht nur die engagiert ehrenamtlich mitwirkenden Jugendlichen, ihre Betreuer und deren Partner ein, sondern auch die Eltern, die ihre Kinder der Gemeindefeuerwehr anvertrauen.
Einen besonderen Dank richtete der Bürgermeister an Ehrengast Karl-Ulrich Voß: „Glückwunsch, das ist auch Dein Geburtstagskind heute! Als damaliger Gemeindebrandmeister hast Du entgegen Wettbewerb und isolierter Nachwuchsarbeit in den Ortsfeuerwehren von Beginn an auf den Zusammenwuchs einer Gemeindejugendfeuerwehr gesetzt und diese mit auf den Weg gebracht!“.
Als Geschenk der Gemeinde Bissendorf überreichte Halfter der Jugendfeuerwehr eine spezielle Actionkamera für Sport, Abenteuer und Alltag. Im Namen aller vier Ortsfeuerwehren stellte Schledehausens Ortsbrandmeister Dietmar Kienker dem Nachwuchs zudem personalisierte Westen in Aussicht. Die Jugendlichen richteten ihren Dank wiederum an das Betreuerteam.
„Es ist unfassbar, wie ihr seit Anfang 2026 gewachsen seid“, richtete sich Lukas Hoge an die Jugendlichen. „Wir sind sehr stolz auf euch und auf die gute Zusammenarbeit auf Führungsebene, die auch zu großen Teilen aus der Arbeit der Jugendfeuerwehr entstanden ist, da viele heutige Führungskräfte selbst in der Jugendfeuerwehr aktiv waren.“ fügte Kai Duvendack hinzu, der den Jugendlichen Glückwünsche von Gemeindebrandmeister Torben Preuss überbrachte.
Die Absolventen der Jugendflamme 1 und Jubiläumsflamme (es fehlt Niklas Haucap) mit ihren Betreuern Justus Bendix Melzer, Lukas Hoge und Katharina Sobolewski, Bürgermeister Guido Halfter, der Feuerwehrausschussvorsitzenden Simone Hartung und den stellvertretenden Gemeindebrandmeistern Kai Duvendack und Jannik Rußwinkel.
Im Vorfeld der Feierstunde hatten alle angetretenen Mitglieder der Gemeindejugendfeuerwehr erfolgreich folgende Ausbildungsnachweise absolviert: Das Abzeichen der Jugendflamme 1 dürfen ab sofort Vincent Lamain, Hanno Kahle, Jakob Tobien, Thilo Eckl, Elias Reimer, Nele Bottner und Bogdan Bulat tragen.
13 weitere Jugendliche, welche die Lernzielkontrolle bereits erfolgreich durchlaufen hatten, erhielten die „Bissendorfer Jubiläumsflamme“ für ein paar an die Jugendflamme 2 angelegte Extraaufgaben: Ben Luca Bottner, Felix Dependahl, Niklas Haucap, Emma Kahle, Linus Kortenjan, Denise Leistikow, Jannik Leker, Liam Losing, Linus Pfeifer, Julian Schmidt, Jakob Stolle, Emil Strauch und Svea-Melina Voss.
Zum Abschluss des offiziellen Teils versammelten sich alle Feuerwehrjugendlichen zu einem Gruppenbild mit Urkunden in der geräumigen Fahrzeughalle. Anschließend wurden bei Grillgut und Getränken viele weitere Bilder betrachtet und sich angeregt über die vergangenen 30 Jahre ausgetauscht. Mit Freude wurde dabei festgestellt, dass viele der abgebildeten Personen geblieben und oftmals in führenden Positionen sind.
