Gemeinsame Lösungen für bessere Radwegverbindungen
Von Bissendorf aus machten sich Vertreter von Gemeinde Stadt und Landkreis auf den Weg. Ziel: die Radverbindungen zwischen Bissendorf und Osnabrück sollen ausgebaut und verbessert werden.©Gemeinde Bissendorf
Wie können die Radwegverbindungen zwischen Bissendorf und Osnabrück weiter verbessert werden? Das haben Vertreter der Gemeinde Bissendorf, der Stadt Osnabrück, des Landkreises und des Landes Niedersachsen bei einer Radtour durch die Region besprochen.
Für den neuen Osnabrücker Stadtbaurat Thimo Weitemeier sind solche Termine sehr wichtig, wie er unterwegs betonte: „Bei solchen Fahrten kann ich persönlich viele Stellen sehen, die ich sonst nur von Plänen kenne“, stellte er fest. Auch im Bissendorfer Bereich gebe es diverse Stellen, an denen die aktuelle Situation verbessert werden könnte, betonte Bürgermeister Guido Halfter. „Wenn wir hier etwas tun können, werden wir uns an der Ideenfindung gerne beteiligen.“
Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie der Radverkehr in den kommenden Jahren noch sicherer und komfortabler gestaltet werden kann – und das gilt gleichermaßen für Berufspendler zwischen Bissendorf und Osnabrück wie auch für Radfahrer, die vor allem Erholung suchen. Beide Gruppen haben dabei sehr unterschiedliche Präferenzen. Während die Berufspendler möglichst direkte, schnelle Verbindungen bevorzugen, wünschen sich Ausflügler eher ruhige Straßen und eine schöne Aussicht. Für die Planer heißt das oft, doppelt zu planen. Einerseits müssen sichere Radwege entlang der Hauptstraßen realisiert, andererseits sollen touristisch ansprechende Touren gestaltet werden.
Bei einer gemeinsamen Radtour haben Vertreter von Stadt, Land und der Gemeinde Bissendorf besprochen, wie die Radwegverbindungen zwischen Bissendorf und Osnabrück weiter verbessert werden können.©Gemeinde Bissendorf
An manchen Stellen werden aufgrund von äußeren Einflüssen neue Radwegeverbindungen denkbar. So werden beispielsweise in Kürze die Abfahrt „Natbergen“ der BAB30 sowie die dortige Brücke über die Osnabrücker Straße erneuert. Das eröffnet auch für die Radwegeplaner neue Möglichkeiten. Aktuell werden sowohl von Seiten der Gemeinde Bissendorf als auch von den zuständigen Stellen in Osnabrück nach gemeinsamen Lösungen gesucht.
Auch für den bei Radfahrern sehr beliebten „Haseuferweg“ wird an weiteren Ideen gearbeitet. Zurzeit führt der Weg von Osnabrück kommend bis zur Natberger Heide oder auf Osnabrücker Seite zur Mindener Straße. Ein Gedanke bei den Radverkehrsplanern ist es, den Weg beispielsweise entlang der Bahnstrecke weiterzuführen. Dafür müssen jetzt unter anderem Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt werden.
Sollte eine solche Erweiterung möglich sein, würde der „Haseuferweg“ direkt an einem anderen „Brennpunkt“ vorbeiführen: Die Kreuzung von Mindener Straße, Lüstringer Straße und Darumer Straße im Grenzbereich zwischen Bissendorf und Osnabrück ist als Unfallschwerpunkt deklariert. Da ist es nur von Vorteil, wenn beide Seiten bei der Suche nach einer Lösung für eine sichere Radwegführung eng zusammenarbeiten. Zum Abschluss der Radtour verabredeten alle Beteiligten, schon bald in den zuständigen Gremien konkrete Lösungen für die anstehenden Fragen zu finden.
