Dank für 18 Jahre Engagement in der Feuerwehrführung

Veröffentlicht am: 25.06.2026
Autor: Gemeinde Bissendorf

hoge_rathaus_01Stefan Hoge wurde nach 18 Jahren als stellvertretender Gemeindebrandmeister verabschiedet.©Gemeinde Bissendorf Nach 18 Jahren als stellvertretender Gemeindebrandmeister wurde am Montagabend (22. Juni 2026) Stefan Hoge feierlich mit einem Überraschungsfestakt am Feuerwehrhaus Bissendorf aus dem Ehrenamt verabschiedet. In seinen drei jeweils sechsjährigen Amtszeiten unter zwei Gemeindebrandmeistern hat Hoge die Bissendorfer Gemeindefeuerwehr maßgeblich geprägt.

„Ein riesiges Dankeschön“, sagte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter Hoge für dessen langjähriges Engagement für die Bissendorfer Helfer. „Du warst wirksam“, beschrieb Halfter die Arbeit des passionierten Feuerwehrmanns. Dabei habe dieser sich bewusst nie in den Vordergrund gedrängt. Auch laut werden musste der ruhige Leiter nicht. „Deine Mimik hat oft schon für dich gesprochen“, so Halfter. Autorität und Fachwissen seien Grundlage für den Respekt gewesen, den Hoge nicht nur bei der Bissendorfer Gemeindefeuerwehr genieße.

hoge_übersicht©Gemeinde Bissendorf Als stellvertretender Gemeindebrandmeister war Hoge in den letzten 18 Jahren an vielen planerischen und strategischen Entscheidungen der Gemeindefeuerwehr beteiligt. So erinnerte Halfter daran, dass Hoge nach dem neuen Feuerwehrhaus in Bissendorf nun auch entscheidend in die Planungen für den kommenden Neubau des Feuerwehrhauses in Schledehausen eingebunden war.

Bei der Führung der Gemeindefeuerwehr war er unter anderem im Bereich Finanzen aktiv. „Mit seiner Umsicht und Sachlichkeit hat Stefan Hoge viel bewirkt“, stellte Gemeindebrandmeister Torben Preuss fest. Dabei habe er immer für alle Ortsfeuerwehren fair gehandelt. „Auf sein Wort war und ist Verlass“, lobte Preuss seinen Stellvertreter. „Danke für Einsatz, Verlässlichkeit und Kameradschaft!“

Das konnte auch Fachdienstleiter Bernd Stegmann bestätigen. Viele Schreiben habe man jede Woche ausgetauscht, so Stegmann. Grundsätzlich sei die Verwaltungsarbeit bei der Feuerwehr in den letzten Jahren immer mehr geworden, bestätigte auch Preuss. „Die Aufgaben auf drei Schultern zu verteilen, war eine gute Idee“, stellte der Gemeindebrandmeister fest. Zur Führung der Gemeindefeuerwehr Bissendorf gehört daher neben Torben Preuss und Stefan Hoge auch Kai Duvendack als weiterer stellvertretender Gemeindebrandmeister. Hoges Posten wird ab dem 01.07.2026 Jannik Rußwinkel übernehmen.

hoge_halfterBissendorfs Bürgermeister Guido Halfter dankte Stefan Hoge für seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz.©Gemeinde Bissendorf Die gute Zusammenarbeit mit der Kommunalpolitik bestätigte die Vorsitzende des Feuerwehrausschusses, Simone Hartung. Dankbar blicke sie auf die gemeinsame Zeit zurück, sagte sie. Hoge habe unzählige Stunden Arbeit geleistet und wichtige Entscheidungen unter Druck getroffen. „Leise, besonnen, immer präsent“, so Hartung.

Stefan Hoge war 1981 mit gerade einmal 13 Jahren in die gerade neu gegründete Jugendfeuerwehr in Bissendorf eingetreten. „Damals wurde noch Marschieren auf dem Hof geübt“, schaut er heute auf diese Zeit zurück. Seitdem hat sich die Struktur der Feuerwehr deutlich geändert. „Es ist sehr viel Verwaltungsarbeit dazugekommen“, bestätigte er mit Blick auf seine spätere Führungsfunktion. „Personalangelegenheiten haben beispielsweise mehr Raum eingenommen.“

Nachdem Hoge in den aktiven Dienst aufgestiegen war, hatte er schnell auch erste Leitungsaufgaben übernommen. So war er unter anderem ab 1996 Gemeindejugendfeuerwehrwart. Der Gedanke, Jugendlichen seine Begeisterung für die Feuerwehr weiterzugeben, war erfolgreich. Viele heutige aktive Kameradinnen und Kameraden haben ihre Feuerwehrkarriere in der Jugendfeuerwehr begonnen. „Mit seiner ruhigen, fördernden Art hat er viele erreicht“, lobte Preuss seinen Stellvertreter.

An seine Zeit bei der Jugendfeuerwehr hat Hoge noch gute Erinnerungen. So war er beispielsweise einmal in einem Zeltlager in Otterndorf. „Das hätten wir fast nach zwei Tagen wegen Regens abbrechen müssen“, berichtet er. Dann kam aber alles anders: Mit Hilfe der dortigen Gemeinde organisierten die Bissendorfer ein „Einsatzlager“, bei dem unter realen Bedingungen Katastrophenschutz geübt werden konnte.

Seine aktive Zeit hat Hoge immer in den Dienst der Menschen gestellt. „Wenn man beim Einsatz retten kann, das macht schon was mit einem“, sagt er. Aber auch launige Einsätze sind ihm in Erinnerung geblieben: So war er Ender der 80er, Anfang der 90er Jahre mehrfach in tierischem Einsatz. „Die Schwanbegleitaktion“, antwortet er lächelnd auf die Frage nach seinem ungewöhnlichsten Einsatz. Damals musste die Feuerwehr ausrücken, weil Schwäne ins Dorf liefen.

Nach seinem Ausscheiden aus der Leitung will Hoge zunächst keine neuen Führungsaufgaben übernehmen. Stattdessen freut er sich gemeinsam mit Ehefrau Anja auf einige längere Urlaube mit dem Wohnmobil. Dem Feuerwehrdienst in Bissendorf wird er allerdings treu bleiben.