Aktives Engagement in Sachen Lebensrettung
Gemeinsames Engagement zur Lebensrettung: Dr. med Andreas Atzeni, Ariane Eurlings, stellvertretend für die Tim Eurlings OHG, Bürgermeister Guido Halfter und Gerit Höhle @Gemeinde Bissendorf
Die Gemeinde Bissendorf hat sich unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Guido Halfter vor mehreren Jahren auf den Weg zur „lebensrettenden Gemeinde“ gemacht und mittlerweile erfolgreich als solche etabliert.
Das übergeordnete Ziel der Initiative ist es, die Überlebenschancen bei einem plötzlichen Herzstillstand drastisch zu erhöhen, indem möglichst viele Bürgerinnen und Bürger in Laienreanimation geschult werden.
Als erste Gemeinde im gesamten Landkreis Osnabrück haben zu diesem Zweck alle Bissendorfer Schulen ein frühzeitiges Reanimationstraining im Rahmen des Projekts „Kids save lives“ des Notfallmediziners Dr. med. Andreas Atzeni durchlaufen.
Zuerst wurden die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Sonnensee mit gymnasialem Angebot, später auch die vierten Klassen der drei Bissendorfer Grundschulen in die Technik der Herzdruckmassage eingewiesen.
Insgesamt wurden so in den vergangenen Jahren tausende Bürger, Vereinsmitglieder sowie Mitarbeiter von Bauhof und Verwaltung geschult. Teil solcher Schulungen an entsprechenden Übungspuppen war auch immer eine kurze Demonstration, wie man einen AED – einen automatisierten externen Defibrillator – einsetzt.
AEDs gibt es bereits an vielen Orten, sowohl im öffentlichen Raum als auch in Firmen, Sportvereinen oder sozialen Einrichtungen. Viele der schockgebenden Geräte stehen im Notfall zwar theoretisch zur Verfügung, sind aber weder der Regionalen Leitstelle, noch den Laienhelfern vor Ort bekannt. Hier möchte die Gemeinde Bissendorf tätig werden und den Blick auf die wichtigen technischen Hilfsmittel lenken.
Um die Auffindbarkeit der tragbaren Medizingeräte zu verbessern, beteiligt sich die Gemeinde Bissendorf bereits seit Längerem an der „Defi League“ der Arbeitsgemeinschaft präklinische Notfallmedizin (AGPN). Darüber hinaus hat die Verwaltung nun proaktiv alle AEDs in Bissendorf erfasst, von denen sie Kenntnis hat und listet diese ab sofort dauerhaft schnell auffindbar auf ihrer Homepage www.bissendorf.de auf. Eine Einbindung in die Kommunal-APP „APPsolut Bissendorf“ ist ebenfalls geplant.
©Gemeinde Bissendorf
„Vom 21. bis 27. September 2026 findet die Woche der Wiederbelebung statt. Die bundesweite Aktionswoche nehmen wir zum Anlass, in Sachen Lebensrettung erneut mit gutem Beispiel voran zu gehen und die Bürgerinnen und Bürger über die genauen Standorte möglichst vieler Defibrillatoren auf Bissendorfer Gebiet zu informieren“, betont Bürgermeister Guido Halfter.
„Das Engagement der Gemeinde Bissendorf in dieser wichtigen Sache begrüße ich ebenso ausdrücklich wie das Engagement aller Privatleute, Vereine oder Initiativen, die sich entscheiden, einen AED anzuschaffen, um die Bedingungen für Lebensrettung zu verbessern“, ergänzt Andreas Atzeni.
Als aktuelles Beispiel führt der Rettungsarzt die örtliche Allianz Versicherung Tim Eurlings OHG an. Hier wird in diesen Tagen ein neu angeschaffter, für jedermann im Notfall ganzjährig zugänglicher AED an der Außenwand der Agentur angebracht, entsprechend gekennzeichnet und künftig regelmäßig gewartet.
Bei vielen Fragen rund um Laien-Defibrillatoren steht Interessierten in der Gemeinde Bissendorf auch Gerit Höhle vom DRK-Ortsverein Bissendorf als „AED-Pate“ nach dem Konzept des Landkreises Osnabrück zur Verfügung (Kontakt: info@drk-bissendorf.de)
Dr. Steffen Dambach, Geschäftsführer der Firma RescOff GmbH im Gewerbepark Bissendorf, deren AED ebenfalls über die neu erstellte Karte der Gemeinde Bissendorf gelistet ist, gibt abschließend zu bedenken: „Ein AED alleine rettet kein Leben! Es braucht immer einen Anwender. Schulungen für Ersthelfer und regelmäßige Auffrischungen des Erlernten bleiben darum im Notfall das A und O…“
Einzusehen sind die aktuellen AED-Standorte in Bissendorf inklusive Fotos und Hinweisen zum Zugang auf www.bissendorf.de/aed. Die Gemeinde Bissendorf lädt Inhaber weiterer AEDs dazu ein, ihre Geräte unter info@bissendorf.de zu melden, um die lokale Übersicht weiter zu ergänzen.
Über die Grenzen der Gemeinde Bissendorf hinaus können die Standorte vieler AEDs darüber hinaus auf dem Portal https://defi-league.de gemeldet werden, um sie für weitere Dienste zu verifizieren.
Zum Hintergrund: Die Bissendorfer AED-Übersicht basiert auf dem offenen Kartendienst OpenStreetMap. Die Daten werden von der Gemeinde Bissendorf gepflegt, aber auch professionellen Helfern, wie dem ebenfalls auf OpenStreetMap aufsetzenden OpenAEDMap und den Leitstellen der Rettungsdienste zur Verfügung gestellt.
