60 Jahre Grundschule Bissendorf: Neuer Name zum Geburtstag
Bürgermeister Guido Halfter, Schulleiterin Meike Osterfeld, Fachdienstleiterin Martina Storck und Dezernent Karsten Mühlmeier freuen sich gemeinsam über 60 Jahre Grundschule Bissendorf.©Gemeinde Bissendorf
Gut 270 Schülerinnen und Schüler lernen derzeit in der Grundschule Bissendorf. Sie alle feierten gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern, Vertretern der Elternschaft und der Gemeinde Bissendorf sowie dem zuständigen Dezernenten Karsten Mühlmeier am Freitag, 20. März 2026, das 60jährige Bestehen der Schule. Zuvor hatten die Kinder den runden Geburtstag mit einer Zirkus-Projektwoche begangen.
Vieles hat sich seit den Anfängen verändert. So waren es seinerzeit 360 Schülerinnen und Schüler in deutlich größeren Klassen, die hauptsächlich frontal und ohne technische Hilfsmittel wie Whiteboards unterrichtet wurden. Auch die Sprachförderklassen, die heute wie selbstverständlich zum Angebot der Schule gehören, waren vor sechs Jahrzehnten undenkbar.
Und pünktlich zum runden Geburtstag konnte Schulleiterin Meike Osterfeld einen neuen Namen für die Schule bekanntgeben: Ab dem kommenden Schuljahr wird die Schule offiziell „Grundschule Bissendorf im Osnabrücker Land“ heißen. Mit dem neuen Namen soll eine Verwechslung mit der gleichnamigen Grundschule Bissendorf in Bissendorf/Wedemark bei Hannover ausgeschlossen werden.
„Das ist eine Liebeserklärung an die Gemeinde“, stellte Osterfeld klar. Die Schule sei traditionell regional verwurzelt. „Wir wollen die Schule in Bissendorf für Bissendorf sein. Die Schule gehört hier her. Sie ist eingebettet in das Leben im Ort“, sagte sie. Vieles habe sich in den letzten Jahren geändert, eines ist laut Osterfeld geblieben: das Herz dieser Schule.
Die Grundschule Bissendorf feierte ihr 6ß-jähriges Bestehen.©Gemeinde Bissendorf
Jetzt stehen der Schule neben der Umbenennung noch andere Neuerungen bevor. „Der offene Ganztag steht vor der Tür“, erinnerte Osterfeld an den geplanten Start des neuen Betreuungsangebots. „Das wird eine Herausforderung“, meinte auch der Dezernent des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung Osnabrück, Karsten Mühlmeier.
Für ihn gehört das Ganztagsangebot zu Ideen, die Schule weiterzuentwickeln. Ähnliches sei mit den Sprachförderklassen gelungen. „Hier geht es darum, Kinder gezielt und mit Erfolg zu unterstützen“, sagte Mühlmeier. Gleichzeitig lobte er die Gemeinde Bissendorf als Schulträger. „Bildung ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben“, so der Dezernent. Dem habe sich die Gemeinde immer verschrieben. „Die Grundschule ist und bleibt ein besonderer Ort, an dem grundlegende Fähigkeiten vermittelt werden“, stellte Mühlmeier klar.
Gudrun Sprenger (mit Bürgermeister Guido Halfter) gehörte zu den ersten Lehrerinnen der Grundschule Bissendorf.©Gemeinde Bissendorf
Dem konnte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter nur zustimmen. „Frühkindliche Bildung und die Grundschule bilden eine wichtige Basis“, so Halfter. Sein Dank gehe vor allem an die Lehrkräfte und die pädagogischen Mitarbeitenden, das Personal der Grundschule und auch die Eltern und Unterstützer. Besonders freute er sich, mit Gudrun Sprenger eine Lehrerin der ersten Stunde begrüßen zu können, die über 40 Jahre dort gelehrt und danach noch zwölf weitere Jahre ehrenamtlich AGs geleitet hatte.
Bei der Entwicklung der Grundschulen sei es wichtig, dass sie sich als System weiterentwickelt, sich aber im Kern treu bleibe: „Lernen, wachsen, Mensch sein dürfen“, beschrieb Halfter die Kernpunkte, die auch die Gemeinde bei der Entwicklung der Grundschulen leiten. Dafür brauche die Gemeinde allerdings weiterhin die finanzielle Ausstattung durch die Landespolitik.
