Feuerwehr probt erfolgreich Wasserentnahme

Veröffentlicht am: 18.08.2026
Autor: Gemeinde Bissendorf

Einsatzübung Kreisfeuerwehrbereitschaft 15.8.2026Einweisung am Feuerwehhaus Ellerbeck vor der Fahrt ins Übungsszenario. Die Übung unter dem Dach der Kreisfeuerwehrbereitschaft Osnabrück startete am Feuerwehrhaus Ellerbeck. Das Übungsmaterial (circa 100 Schläuche) wurde durch die Feuerwehrtechnische Zentrale Süd zur Verfügung gestellt – einer von zwei Einrichtungen, die im Landkreis Osnabrück für die Wartung von Feuerwehrgeräten, Atemschutz und Schulungen zuständig ist.

Unterstützt wurden die in Ellerbeck stationierten, örtlichen Einsatzkräfte durch Fahrzeuge und Personal weiterer Freiwilliger Feuerwehren aus dem Landkreis. Für die knapp 40 teilnehmenden Kameraden begann gegen 10 Uhr die Fahrt ins Übungsszenario.

Eine halbe Stunde zuvor war durch Niklas Kahle, stellvertretender Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Ellerbeck, die Einweisung der Zugführer Alexander Laumann (Ortsfeuerwehr Glandorf) und Hendrik Bulthaupt (Ortsfeuerwehr Borgloh) sowie der Gruppenführer erfolgt.

Das Szenario: Nahe der Wieraubrücke am Waldbad Schledehausen war es durch eine unachtsam weggeworfene Zigarette zu einem Waldbrand gekommen. Gekennzeichnet wurde die entsprechende Übungseinsatzstelle mit rot-weißem Flatterband.

Einsatzübung Kreisfeuerwehrbereitschaft 15.8.2026Schwimmer und Ansaugrohre werden zur Wasserentnahme in der Wierau positioniert. Bald darauf setzten sich der Einsatzleitwagen aus Glandorf, das Löschfahrzeug (LF) der Feuerwehr Borgloh, das Löschfahrzeug Katastrophenschutz (LFKatS) der Feuerwehr Ellerbeck, das LFKatS der Feuerwehr Glandorf sowie ein Schlauchwagen (SW) aus Kloster Oesede und Bad Iburg in zuvor abgestimmter Reihenfolge in Bewegung.

Am Wanderparkplatz an der Krevinghauser Straße angekommen, begann ein Trupp damit, die Wasserentnahmestelle an der Wierau einzurichten. Dazu wurde eine erste Pumpe vom Einsatzfahrzeug abgeladen, aufgestellt und über Ansaugrohre mit einem Schwimmer im Fließgewässer verbunden.

Entlang des Waldweges wurden zwei B-Schläuche vom Löschfahrzeug abgerollt und flussaufwärts verlegt. Durch so genannte Brücken geschützt, konnten diese schadlos von nachfolgenden Einsatzfahrzeugen überquert werden. Die spätere Fördermenge pro Schlauch betrug 1500 Liter pro Minute bei einem Druckverlust von 1 bar auf hundert Metern Strecke.

Einsatzübung Kreisfeuerwehrbereitschaft 15.8.2026Bei der offenen Wasserförderung mit mobilen Faltbecken transportiert die Feuerwehr Löschwasser über eine lange Wegstrecke. Aus dem Zwischenspeicher wird das Wasser von einer nachfolgenden Pumpe wieder angesaugt. Entlang der ca. 1,8 Kilometer langen B-Schlauch-Strecke wurden bis zum erdachten Brandort zwei weitere Verstärkerpumpen, drei Faltbehälter und richtungsweisende Pylonen installiert. Diese offene Förderweise bezeichneten die Einsatzkräfte einerseits als aufwendig. Im Falle eines Schlauchdefekts drohen andererseits weniger Wasserverluste.

„Wir trainieren hier für ein wichtiges aktuelles Thema. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen herrscht erhöhte Waldbrandgefahr. Im benachbarten NRW sind zurzeit viele Kreisfeuerwehren im Einsatz. Darum ist es wichtig, dass die Kameraden der überörtlichen Bereitschaften im Ernstfall routiniert vorgehen“, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandmeister aus Bissendorf, Jannik Rußwinkel.

Um Routine zu erlangen, hat der Fachzug Wasserförderung im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Übung in Glandorf durchgeführt.

Während der aktuellen Übung machten sich auch Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter und Gemeindebrandmeister Torben Preuss ein Lagebild. Abschließend war es beiden Funktionsträgern wichtig darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Übung an der Wierau mit dem Fachdienst Umwelt als untere Wasserbehörde beim Landkreis Osnabrück abgestimmt war und das entnommene Wasser im Anschluss über Dachwerfer in das Fließgewässer zurückgeführt wurde.

 

Typische Brandgefahren bei Trockenheit:

  • Einsatzübung Kreisfeuerwehrbereitschaft 15.8.2026@Gemeinde Bissendorf Rauchen in Wäldern sowie achtlos aus Fahrzeugen oder beim Spazierengehen entlang der Straßen/Wege weggeworfene Zigaretten
  • Das Entzünden von Feuer sowie das Grillen in der freien Natur – insbesondere in Wäldern, Mooren und Heidegebieten
  • Liegengelassene Flaschen und Glasscherben
  • Das Parken motorisierter Fahrzeuge auf trockenem Bodenbewuchs wie Grünstreifen oder Feldern

Die Zufahrtswege zu Wäldern sollten für Einsatzkräfte jederzeit freigehalten werden. Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen und den Brandort möglichst genau beschreiben.