Bissendorfer Unternehmerführstück im BOZ Melle
Sandra Kübler (Vorstandsmitglied des BOZ und Ansprechpartnerin für Unternehmen) und Claudia Lührmann, Ansprechpartnerin für Schulen stellten das BOZ vor.©Gemeinde Bissendorf
Ein Bissendorfer Unternehmerfrühstück in Melle? Auch das ist im Ausnahmefall einmal möglich. So trafen sich Bissendorfer Unternehmerinnen und Unternehmer dieses Mal im Berufsorientierungszentrum Melle (BOZ).
Was das BOZ für Bissendorfer Unternehmen leistet, stellten Sandra Kübler (Vorstandsmitglied des BOZ und Ansprechpartnerin für Unternehmen) und Claudia Lührmann, Ansprechpartnerin für Schulen, vor. In dem genossenschaftlich organisierten Zentrum geht es um neue Wege in der Berufsorientierung. Seit gut einem Jahr bietet das BOZ jetzt Schülerinnen und Schülern bereits während der Schulzeit Orientierung im Dschungel des Ausbildungsmarktes. Dabei will das Zentrum bewusst der Überforderung der Jugendlichen durch die überbordenden Angebote entgegenwirken, wie Kübler erklärte. Dabei setzt das BOZ auf eine Bündelung der regionalen Berufsorientierung und will für Kontinuität stehen.
In Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen sollen Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren, oder eben von der 7. bis zur 13. Klasse, einen Überblick über verschiedene Berufsgruppen und gleichzeitig Kontakt zu den regionalen Unternehmen bekommen. „Zuerst aber wollen wir Erlebnisse schaffen“, sagte Kübler. „Ziel ist es, Schüler an die Ausbildung heranzuführen.“ Zu den Kooperationsschulen gehört mittlerweile auch die Oberschule am Sonnensee aus Bissendorf.
Bei einem Rundgang durch das BOZ konnten die Bissendorfer Unternehmerinnen und Unternehmer einen Überblick über die Arbeit des BOZ gewinnen.©Gemeinde Bissendorf
Im BOZ stehen den Jugendlichen 15 Themenwelten zur Auswahl, mit denen ein Großteil der aktuellen Ausbildungsberufe abgedeckt werden. Im Mittelpunkt stehen hier zunächst der „Talentcheck“ durch „lebendiges Ausprobieren“. Hierbei werden die Jugendlichen nicht nur von den Mitarbeitern des BOZs und der Kooperationsunternehmen betreut, sondern auch durch ein Team von Ehrenamtlichen. „Erst begeistern, dann informieren“, erklärt Kübler das Konzept, mit dem sich das BOZ deutlich von üblichen Ausbildungsplatzmessen abhebt.
„Das hier ist die Kaderschmiede für Ihren Nachwuchs“, sagte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter. Eine Einrichtung wie das BOZ sei wichtig, um junge Menschen in der Region zu halten und gleichzeitig passenden Fachkräftenachwuchs für die Unternehmen zu finden. Die Gemeinde Bissendorf überlege derzeit, in welcher Form eine Kooperation mit dem BOZ möglich ist. Das BOZ wendet sich an alle Firmen der Region, bewusst auch an kleine Unternehmen. Als Mitglieder der Genossenschaft haben sie dann alle Möglichkeiten, aktiv nach Talenten zu suchen.
Weitere Zielgruppen im Begegnungszentrum sind Studienabbrecher, Schulabbrecher, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen oder auch Mütter nach der Familienzeit. Gerade werden im BOZ dafür ein Café und ein Bistro eingerichtet, das als Kontaktort wirken soll. Wer etwas Neues für seinen Berufsweg sucht, bekommt hier Kontakt zu Profis und neuen Ideen. „Es findet sich schon was“, fasst Kübler zusammen.
Logistik ist eine der Themenwelten im BOZ.©Gemeinde Bissendorf
Neben der Information über das BOZ nutzten die Bissendorfer Unternehmerinnen und Unternehmer erneut das Angebot, im Rahmen des Frühstücks untereinander und mit den anwesenden Mitgliedern der Verwaltung ins Gespräch zu kommen. Das Unternehmerfrühstück findet zwei bis drei Mal jährlich auf Einladung der Gemeinde Bissendorf statt.

