Überarbeite Planung für Wohnbaugebiet „Östlich Sonnensee“
Östlich von Bissendorf wird ein neues Baugebiet entstehen.©Gemeinde Bissendorf
Die städtebaulichen Planungen für das neue Wohnbaugebiet „Östlich Sonnensee“ gehen voran. Im Planungs- und Entwicklungsausschuss (PLEA) stellten nun Wolters Partner Stadtplaner GmbH und wbp Landschaftsarchitekten GmbH die Weiterentwicklung ihres gemeinsamen Entwurfs vor. Die beiden Partner hatten bei dem städtebaulichen Wettbewerb den 2. Platz belegt und waren zwischenzeitlich von der Nds. Landgesellschaft mbH und der VVB Immobilien beauftragt worden, ihren Entwurf zu überarbeiten und die weitere Planung und Umsetzung zu realisieren.
Im städtebaulichen Wettbewerb waren noch Anregungen vorgetragen worden. So sollte eine angemessene Erhöhung des Nettobauland-Anteils, eine stärkere Berücksichtigung von freistehenden Einfamilienhäusern, eine Konkretisierung zu der im Entwurf vorgesehenen Quartiersgarage und dem allgemein benötigten Stellplatzbedarf sowie zum vorgesehen Quartiershaus vorgelegt werden.
Dem haben Wolters Partner und wbp nun Rechnung getragen. Ihr überarbeiteter Entwurf sieht eine Verringerung der städtebaulichen Dichte vor. Die vorgesehene Struktur des Baugebietes soll allerdings trotz der nun eingearbeiteten Erhöhung des Anteils an freistehenden Einfamilienhäusern, Doppelhäusern und Reihenhäusern bei gleichzeitiger Reduzierung des Geschosswohnungsbaus erhalten bleiben. So sind im aktuellen Entwurf insgesamt 233 Wohneinheiten (vorher 331) vorgesehen, die sich auf 89 Einfamilienhäuser, Doppel-, Reihen- und Kettenhäuser (vorher 66) und 144 Einheiten in Mehrfamilienhäuser (vorher 265) aufteilen.
Durch die geringere Dichte ergibt sich auch ein geringerer Stellplatzbedarf. Damit wird nach Ansicht der Planer eine Quartiersgarage nicht mehr benötig. Stattdessen sollen die Stellplätze im „Quartier“ eingeplant werden.
Andere Punkte aus dem ursprünglichen Entwurf werden in die weitere Planung übernommen. So ist weiterhin ein hoher Vernetzungsgrad innerhalb des Neubaugebiets aber auch zum bestehenden Wohnbaugebiet vorgesehen. Während die Verkehrsanbindung ausschließlich von der Meller Straße aus realisiert werden soll, wird der Fuß- und Radweg über die Königsberger Straße erhalten bleiben und die Verbindung zwischen den Wohngebieten herstellen.
Ein weiteres schon im Wettbewerb gelobtes Konzept, das weiter verfolgt werden soll, ist die dezentrale Regenwasserbehandlung. Das als „Schwammstadt“ bekannte Verfahren soll sicherstellen, dass Regenwasser nicht in die Kanalisation abgeführt wird, sondern einen Beitrag zur Grundwasserneubildung leisten kann.
Nach Ansicht der Planer ist Realisierung in Abschnitten denkbar. Nach dem mittleren Bereich könnte dann abhängig von der Vermarktung der Baugrundstücke und der technischen Erschließung zunächst das nördliche und letztlich das südliche Quartier gebaut werden.
Soweit ist es allerdings noch nicht. Zunächst soll nun eine Bürgerinformation zur öffentlichen Vorstellung und Diskussion der Planung vorbereitet werden. Parallel dazu werden Fachbeiträge wie Bodengutachten, die Wasserbilanz, Schall – und Verkehrsgutachten, benötigte Kartierungen und Artenschutzgutachten erstellt und eingeholt. Anschließend kann dann eine erneute Überarbeitung des städtebaulichen Masterplans sowie des Grünordnungs- und Freiraumplans umgesetzt werden.
