Schulausschuss tagt vor den Sommerferien

Veröffentlicht am: 19.06.2026

In der öffentlichen Ausschusssitzung im Bürgersaal waren viele erörterte Sachstände mit der gesetzlich vorgegebenen Errichtung des schulischen Ganztags ab dem Schuljahr 2026/27 verwoben. Seit diesem Frühjahr liegt der Gemeinde Bissendorf als Schulträger die Genehmigung des Regionalen Landesamtes Osnabrück hierzu für alle drei Grundschulen in Bissendorf, aufsteigend ab dem Schuljahrgang 1, vor.

Neubau der Grundschule Wissingen

Planungsstand Neubau Grundschule Wissingen

Das Recht auf Ganztagsbetreuung ist auch der zentrale Anlass für den Neubau der Grundschule Wissingen. Im Anschluss an den aktuell durchgeführten Rückbau der profanierten Herz-Jesu-Kirche werden in Kürze die ersten Ausschreibungsverfahren eingeleitet – beginnend mit den Gewerken des erweiterten Rohbaus bis hin zum Innenausbau.

Baubeginn ist voraussichtlich frühestens im dritten Quartal 2026. Mit einer Fertigstellung des Schulgebäudes, das aus drei Baukörpern und einem verbindenden Foyer besteht, wird in der zweiten Jahreshälfte 2028 gerechnet. Pfarrhaus und Kirchturm bleiben erhalten und werden in den Neubau integriert.

Zur Sicherstellung des schulischen Ganztags an der Grundschule Wissingen im kommenden Schuljahr muss die auf dem Schulhof bereits bestehende Containeranlage daher als Übergangslösung um eine Mobilklasse erweitert werden.

Umbau und Erweiterung des Schulzentrums Bissendorf

Planungsstand Umbau/Erweiterung Schulzentrum Bissendorf

Am Schulstandort Bissendorf besteht sowohl mit Blick auf die Grundschule, als auch mittelfristig auf die Oberschule am Sonnensee der Bedarf die Bestandsgebäude zu erweitern. Beide Schulformen nutzen zurzeit ebenfalls Container-Klassen. Die verfügbaren Schulhofflächen sind bereits heute stark begrenzt und sollten durch Baumaßnahmen möglichst nicht weiter verringert werden.

Die Planungen eines bereits 2017 durchgeführten Architekturwettbewerbs zu einem Anbau mit Mensa an die Grundschule haben sich inzwischen durch den verpflichtenden Ganztag als nicht mehr ausreichend erwiesen. Hinzu kommt, dass auch die Mensa der Oberschule an ihre Grenzen kommt.

Nun ergibt sich für die Gemeinde Bissendorf die Option, weitere Flächen östlich des Schulzentrums zu erwerben, durch die neue Möglichkeiten für den Umbau und die Erweiterung des Schulzentrums entstehen. „Zurzeit wird in Abstimmung mit den Schulleitungen der Grund- und Oberschule ein Masterplan für den Schulstandort erarbeitet“, schilderte Martina Storck den aktuellen Planungsstand.

Laut der Leiterin des Fachdienst 1, Zentrale Aufgaben, könnten durch die angestrebten Baumaßnahmen nach einer Übergangslösung mit einer zusätzlichen Containeranlage, die ab August 2026 auf der Nordseite der Grundschule für den Ganztagerrichtet werden soll , auch die bestehenden Mobilbauten auf lange Sicht aufgegeben werden.

Ziel ist es, für die Grundschule eigene Bereiche im Bestandsgebäude der Oberschule  herzurichten. Im geplanten Neubau sollen Ersatzmöglichkeiten für die OBS geschaffen werden. Die Fertigstellung des Neubaus, in dem eine neue, gemeinsame Mensa mit unterschiedlichen Essensausgaben und Aufenthaltsbereichen für beide Schulformen sowie Unterrichtsräume und Verwaltungsräume für die OBS vorgesehen sind, ist frühestens Ende 2028 realisierbar.

Zurückgezogen: Antrag auf Demokratie-Empowerment-Projekt

Symbolbild Schule@pixabay

Ein von der Gruppe Grüne/UWB, eingebrachter Antrag, die Oberschule am Sonnensee zu einem Projekt für Demokratie-Empowerment zu ermutigen und dieses finanziell zu fördern, wurde nach kurzer Diskussion zurückgezogen.

Zwar begrüßten die anwesenden Ausschussmitglieder diese Idee grundsätzlich. Jedoch forderten sowohl die SPD- als auch die CDU-Fraktionen die Verwaltung auf, einer entsprechenden Beschlussfassung eine Abfrage bei der Schulleitung vorzuschalten, um in Erfahrung zu bringen, welche Projekte zur Stärkung des demokratischen Bewusstseins der Schülerschaft es bereits gibt und wie gut solche im Schulalltag implementiert werden könnten.

Eine erste Einschätzung dazu gab Markus Gerling im Rahmen seines anschließenden Berichts als Schulleiter der OBS: „Gelder alleine nützen nichts. Es gilt die Begeisterung für ein solches Projekt neben dem Unterricht bei den Lehrkräften zu entfachen.“

Mit Berichten der Leitungen, bzw. Stellvertreter der drei Bissendorfer Grundschulen, zum Beispiel zum Stand der Unterrichtsversorgung, zur Einführung der Fächer Christlicher Religionsunterricht und Werte+Normen, Zahlen zu Abgängen und künftigen Klassenstärken, Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen sowie Themen aus den Bereichen Ganztag und Digitalisierung, schloss die aktuelle Schulausschusssitzung.