Gemeinde Bissendorf stellt Haushaltentwicklung des 1. Halbjahres 2026 vor

Veröffentlicht am: 02.09.2026

Symbolbild FinanzhaushaltKalter Winter und viel Schnee verursachen deutlichen Anstieg bei den Winterdienst-Kosten.©pixabay - istock freeware In der aktuellen Sitzung erklärte Kämmerin Susan Schröder turnusgemäß die Haushaltsentwicklung im ersten Halbjahr 2026. Das erfreuliche Ergebnis: Im Großen und Ganzen verläuft das Haushaltsjahr für die Gemeinde Bissendorf im Jahr 2026 wie geplant.

In einigen Budgets liegen die Zahlen aktuell etwas außerhalb der theoretischen Halbjahreszahlen. Dies hat laut Schröder jedoch meist einfache buchungstechnische Gründe. In manchen Budgets werden fällige Zahlungen der Gemeinde bereits im ersten Halbjahr geleistet, während die dazugehörigen Einnahmen erst im zweiten Halbjahr oder nach Abschluss des Kalenderjahres bei der Verwaltung eingehen.

Ein extremes Beispiel bildet der Punkt „Tageseinrichtungen für Kinder“, der in der Aufstellung aktuell mit 484 Prozent überbelastet ist. Hier wurde allerdings nicht falsch geplant oder schlecht gewirtschaftet, es sind schlicht die Erträge aus der Öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit dem Landkreis Osnabrück noch nicht gebucht. Im Jahresabschluss erwartet Schröder hier einen ausgeglichenen Posten.

Tatsächlich außerhalb der Planungen liegt das Budget „Straßenreinigung/Winterdienst“. Hier wurden im vergangenen Jahr 42.000 Euro veranschlagt, bislang aber schon gut 74.900 Euro ausgegeben. Grund hierfür ist der lange, kalte Winter. Die erwarteten Kosten werden jedes Jahr aufgrund der Vorjahre festgelegt. Außergewöhnliche Wetterereignisse wie die großen Schneemengen zu Beginn des Jahres, können daher nicht vorhergesehen werden.

Auf der Einnahmeseite beobachtet Schröder deutlich gesunkene Einnahmen bei der Gewerbesteuer. In der Hochrechnung liegen die Zahlen hier etwa 695.000 Euro unter den prognostizierten Einnahmen. Grund zur Sorge sieht die Kämmerin jedoch nicht. Hier könne sich im zweiten Halbjahr noch einiges ändern, stellte sie klar. Zudem bedeuten geringere Steuereinnahmen für die Gemeinde in diesem Fall auch sinkende Gewerbesteuerumlage.