3.860,57 Euro für Schwimmspaß in Schledehausen
Gemeinde Bissendorf investiert Akzeptanzabgabe aus der Windenergieanlage in Melle-Dratum in den Betrieb des Waldbades Schledehausen.©Gemeinde Bissendorf
Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaikanlagen sind wichtige Beiträge zur Energiewende. § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) eröffnet Betreibern von Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaikanlagen die Möglichkeit, Gemeinden im Umfeld der Anlagen über eine so genannte „Akzeptanzabgabe“. finanziell zu beteiligen.
Wichtig ist, dass die Gelder aus der Akzeptanzabgabe nicht Teil des normalen Haushalts werden können. Die Gemeinden sind angehalten, mit den Geldern entsprechende Projekte und Aufgaben zu finanzieren, die nicht zu ihrem eigentlichen Aufgabenbereich gehören. Gleichzeitig sind die Kommunen verpflichtet, die Verwendung der Mittel aus der Akzeptanzabgabe aus dem vorausgegangenen Jahr öffentlich bekannt zu machen.
Insgesamt hat die Gemeinde Bissendorf im Jahr 2025 einen Betrag in Höhe von 3.860,57 Euro vom Betreiber der Windenergieanlage in Melle-Dratum erhalten. Das erklärte Kämmerin Susan Schröder in der aktuellen Sitzung des Finanzausschusses. Das Geld werde für den Betrieb des Waldbads Schledehausen eingesetzt. Dabei handele es sich um eine sogenannte „freiwillige Aufgabe“ der Gemeinde.
Der Wert des Waldbades für die Gemeinde Bissendorf steht außer Frage. Das Bad trägt zur Steigerung der Lebensqualität für die Einwohnerinnen und Einwohner durch den Erhalt eines attraktiven Freizeit- und Erholungsangebots bei, fördert Sport, Bewegung und Gesundheitsvorsorge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und stärkt die Familienfreundlichkeit durch ein wohnortnahes Freizeitangebot. Dabei ist der Betrieb des Bades für die Gemeinde Bissendorf seit Jahren defizitär. Die Gelder aus der Akzeptanzabgabe helfen somit, dieses freiwillige Angebot der Gemeinde aufrecht zu erhalten.
