Senioren genossen Rikscha-Schnupperfahrten
Pflegekraft Angelika Wiessatty begleitete die gut gelaunte Seniorin Margret Tebbe auf ihrem Ausflug mit Rikscha-Fahrer Bernd Brill. @Gemeinde Bissendorf
Das Kennenlernangebot, dessen Konzept Bernd Brill bereits in der jüngsten Sitzung des Sozial- Sport- und Kulturausschusses der Gemeinde Bissendorf vorgestellt hatte, stieß bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Senioren- und Pflegeeinrichtung im Ortsteil Schledehausen auf reges Interesse.
Der Initiator, der sich bereits für ein ähnliches, vom Seniorenbeirat Osnabrück ins Leben gerufenes Projekt engagiert, und es in Trägerschaft des DRK gerne nach Bissendorf exportieren würde, war mit einer der Stadt-Rikschas mit E-Unterstützung zum „Haus am Bredberg“ gekommen.
Begrüßt wurden Brill und sein Begleiter Udo Stüken, der die Einsätze der ehrenamtlichen Rikscha-Fahrer in Osnabrück koordiniert und sie im sicheren Umgang mit den Senioren und der Fahrzeugtechnik schult, von Einrichtungsleiter Kurt Hermann Brundirs und den Pflegefachkräften Monika Sygulla und Angelika Wiessatty.
Bevor die kleine Sightseeing-Tour durch Schledehausen losging, wurden die Fahrgäste auf ihren mobilen Zustand überprüft. Schließlich erfordert das behilflich sein beim Ein- und Aussteigen aus einer Rikscha geschulte Griffe –insbesondere bei Mobilitätseinschränkungen wie bspw. einem steifen Knie.
„Rikscha-Fahrten sind ein erlebnisreiches, niedrigschwelliges Angebot für Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen. Auch Angehörige von Senioren, die zuhause gepflegt werden, können es buchen – zum Beispiel als besonderes Geschenk zu einem runden Geburtstag“, berichtet Brill.
Wie sehr mobilitätseingeschränkte Menschen solch eine Abwechslung vom grauen Alltag und die soziale Teilhabe genießen, machten die jetzt durchgeführten Schnupperfahrten deutlich: Als Fahrgäste der ersten Rundtour trauten sich Lothar Jüsche und Alfred Dembrowski auf die Sitzbank mit Verdeck und absenkbarem Trittbrett.
Mit Regencape und einer warmen Decke für Wind und Wetter gewappnet, sogen auch Ina-M. Köster und Hedwig Friebe die Ausführungen von Bernd Brill während der Rikscha-Fahrt auf. Beliebte Stationen der kleinen Rundtour waren der Kurgarten, die beiden St. Laurentius-Kirchen und das nahegelegene Feuerwehrhaus.
„Rikschas kenne ich schon aus Spanien!“, entfuhr es Helga Künnemann. Freudestrahlend nahm die Seniorin neben Christa Helmes Platz. Trotz nass-kaltem Wetter am Aktionstag wurde allen Beobachtern des Schnupperangebots schnell klar: Rikscha-Fahrten sorgen bei Seniorinnen und Senioren selbst bei Regen für Sonne im Herzen und ein anhaltendes Lächeln.
Die Alzheimer-Gesellschaft Melle hat bereits eine Unterstützung des für den Jahreswechsel 2026/27 in Bissendorf angedachten Rikscha-Projektes mit 500 Euro zugesagt. In Kürze fällt zudem die Entscheidung über einen vom DRK-Ortsverein Bissendorf gestellten Förderantrag auf eine LEADER-Unterstützung.
