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Netzwerk „Frühe Hilfen“ installiert in Bissendorf neue Treffs

Die Anträge sind genehmigt. Der Fachdienst Jugend im Landkreis Osnabrück fördert drei neue Angebote „Früher Hilfen“ in der Gemeinde Bissendorf. Orte zum Austausch unter fachkundiger Leitung finden Familien mit Kleinkindern ab sofort in den Räumen des Familienzentrums Wissingen und der Kita Schelenburg. In der AWO-Kita Natbergen wird ab Frühjahr zudem ein offener Treff für Familien von Kleinkindern mit Handicap installiert.

Drei konkrete Angebote für Eltern mit Kleinkindern hat die Lenkungsgruppe im Netzwerk „Frühe Hilfen“ in Bissendorf aktuell auf den Weg gebracht: In den Ortsteilen Wissingen und Schledehausen werden unter dem Motto „Café Kinderwagen“ zwei Mal pro Monat neue, offene Treffs installiert, bei denen der gegenseitige Austausch im Mittelpunkt steht: Im Familienzentrum Wissingen (Engler Straße 1) findet das Angebot ab sofort mit Ausnahme der Sommerferien immer am 1. und 3. Dienstag im Monat von 10:00 Uhr bis 11.30 Uhr statt. Geleitet wird das „Café Kinderwagen“ hier durch die freiberufliche Hebamme und Physiotherapeutin Christina Kunde, die gemeinsam mit Kita-Leiterin Beate Viehmeyer in Wissingen bereits regelmäßig zum „Familiencafé“ lädt.

 

„Mit dem Café Kinderwagen soll jetzt ein zusätzlicher geschützter Rahmen zum Austausch für Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr entstehen, in dem alle um die gleichen Themen kreisen. Neben Sing- und Fingerspielen, leite ich einfache Angebote zur Bewegungsförderung oder auch Mal eine Babymassage an“, schildert Kunde, die zum kürzlich erfolgten Auftakttreffen bereits sieben Mütter mit ihren Kleinkindern begrüßte.

 

Im Ortsteil Schledehausen startet das „Café Kinderwagen“ am 6. Februar durch. In der Bewegungshalle der Kita Schelenburg (Schledehausener Straße 21) bietet das offene Angebot Eltern mit Kindern zwischen sechs Monaten und zwei Jahren ebenfalls zwei Mal pro Monat, am 1. und 3. Mittwoch, von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr, neben Raum zum geschützten Austausch und Materialien für Bewegungsangebote auch qualifizierte Beratung rund ums Stillen.

 

„Im Fokus steht die Interaktion mit anderen Eltern. Themenschwerpunkte möchte ich zu Beginn nicht vorgegeben, sondern bedarfsorientiert auf Fragen aus den Familien eingehen“, schildert Erzieherin, Kinderkrankenschwester und Stillberaterin Daniela Künne.

 

Ergänzend zu den Angeboten in Wissingen und Schledehausen soll in den Krippenräumen der integrativen AWO-Kita Natbergen (Fritz-Reuter-Straße 30) am 1. Mittwoch im Monat von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr der „Treffpunkt Oase“ für Eltern von Kindern mit besonderen Bedarfen/Handicap von null bis drei Jahren ans Netz gehen. Auch hier bestimmen angeleitete Interaktion in Form von Sing- oder Bewegungsspielen, Wahrnehmungsangeboten und freier Spielzeit das Geschehen. Im Mittelpunkt des Angebots sollen jedoch eine kleine Auszeit vom oft belasteten Alltag und die Stabilität der Familien stehen.

 

„Die zweistündigen Treffen richten sich neben Eltern von Kleinkindern mit Handicap natürlich auch an alle Geschwister. Schließlich macht eine Beeinträchtigung mit der ganzen Familie etwas. Inklusion kommt da oft zu kurz, das Bedürfnis nach einer Anlaufstelle, wo die Kinder sein dürfen, wie sie sind, ist entsprechend groß“, betont Sozial- und Heilpädagogin Heike Witte, die sich auf die Leitung ab Frühjahr freut. Neben der Möglichkeit, sich im „Treffpunkt Oase“ einfach einmal fallen zu lassen, einen Kaffee zu genießen und mit „Gleichgesinnten“ im geschützten Rahmen individuelle Anliegen und Sorgen zu teilen, besteht das Angebot Beratung und Hilfe bei Anträgen zu bekommen – zum Beispiel bei Themen wie Pflegegeld, geeigneten Eltern-Kind-Kurheimen oder Hilfen im Alltag.

 

„Ursprünglich hätte die Lenkungsgruppe „Frühe Hilfen“ im Ortsteil Bissendorf auch gerne einen Pekip- und Delfi-Kurs installiert. „Um solche Angebote auf den Weg zu bringen, werden wir weiter nach qualifizierten Kursleitern Ausschau halten“, betont Ute Jahn, bei der als Leiterin des Kinder- und Familienservicebüros der Gemeinde Bissendorf die Koordination der „Frühen Hilfen“ angesiedelt ist.

 

Die Lenkungsgruppe "Frühe Hilfen" (Foto: Johanna Kollorz)

 

Die Lenkungsgruppe „Frühe Hilfen“ freut sich auf die neuen Angebote in Bissendorf (von links): Silvia Reiner, Ute Jahn, Daniela Künne, Christina Kunde, Beate Viehmeyer, Heike Witte und Ute Heuer (Foto: Johanna Kollorz)

 

erstellt am 14.02.2019