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Emotionsreicher Theaterabend im Bissendorfer Rathaus

Am 17.05.2017 führte die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück – kurz TPW – das Theaterstück „Fremd sein – ein Dialog“ im Bürgersaal des Rathauses auf.

 

Das Stück handelt von vier Menschen, die ihre Flucht aus ihrer Heimat antreten müssen. Die Fluchtgeschehnisse spielen in unterschiedlichen Jahrzehnten unserer Geschichte.

Ein junges Mädchen aus Ostpreußen mit ihrer Familie, ein junger Mann aus der DDR, eine junge Frau aus Syrien mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter und ein Mädchen aus Somalia schaffen ihre Flucht bis nach Deutschland. Deren Fluchtumstände waren durch die geschichtlichen Begebenheiten unterschiedlich, aber die Ängste und vor allem Hoffnungen auf ein friedliches Leben stärken alle Menschen, eine Reise mit unvorstellbaren Begebenheiten und Ereignissen anzutreten und durchzustehen. Das Lied „Die Gedanken sind frei!“ (s.u.) unterstreicht die Antwort auf die Frage: „Warum nimmt ein Mensch eine kräftezehrende Flucht auf sich?“ Die Freude es geschafft zu haben und ein sicheres Leben führen zu können teilen die Schauspieler*innen im Theaterstück mit den Zuschauern.

 

„Fremd sein-ein Dialog“ ist aus einem Projekt mit Studenten und geflüchteten Menschen entstanden und wurde, gefördert durch den Landkreis Osnabrück in ca. 20 Schulen ab der 9. Klasse mit einem anschließenden Workshop durchgeführt. In Bissendorf erfuhren die Schauspieler*innen ein anderes Publikum. Interessierte Bürgerinnen und Bürger im Alter von ca. 30 bis 80 Jahren kamen mit unterschiedlichen Erwartungen, um ein Stück der Erinnerungen für den Kampf um ein Leben in Freiheit und Frieden zu erleben.

 

Den Schauspieler*innen gelang es die Gefühle Angst, Hoffnung und Zukunftsfreude der Menschen, um deren Geschichte es geht, mitfühlend und erlebbar darzustellen. Währenddessen konnten die Zuschauer*innen immer wieder emotionale Reaktionen in einer vertrauensvollen Atmosphäre erfahren.

 

Fremd sein


Szene einer Flucht aus Ostpreußen. Die kleine Grete versteht die Situation nicht.(Foto: Meike Köpke)


Im Anschluss an das Theaterstück sprachen die Akteure, die Regisseurin und die theaterpädagogische Leitung der TPW Osnabrück mit dem Publikum über das Stück und die eigenen Gedanken und Gefühle. Eigene Fluchterinnerungen und Betroffenheit, aber auch Bestärkung für die Hilfsbereitschaft und den Glauben an Freiheit wurden in den Gesprächen thematisiert.

 

„So etwas habe ich während meiner Flucht erlebt.“ (Junger Mann aus Syrien) „Während der kalten Zugfahrt mussten wir ganz still sein! Und wer es nicht war, war es dann.“ (Flucht aus Ostpreußen) „Ich bin froh in Frieden leben zu können und helfe gerne Menschen, die in Deutschland eine Möglichkeit haben, dieses tun zu können.“ (Bissendorfer Bürgerin) Durch diesen Abend konnte ein Dialog in unsere Geschichte der Flucht, in der Vergangenheit und Gegenwart in Gang gebracht werden. „Es tut gut, darüber zu reden“ (Bissendorfer Bürger)

 

„Der Abend war eine wertvolle Zeit für die Solidarität und die Kommunikation über Gedanken und Gefühle von Menschen verschiedenen Alters und mit verschiedenen Biografien. So verschieden, aber auch gleich, wie wir Menschen sind.“ fasste Meike Köpke, Sozialpädagogin und Koordinatorin für Flüchtlingsangelegenheiten, den Abend zusammen.

 

„Die Gedanken sind frei!
Wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei: Die Gedanken sind frei!“
(Zwischen 1780 und 1800 tauchte das Lied in der französischen Revolution auf Flugblättern auf. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 wurde berichtet, dass dieses Lied in den Konzentrationslagern Kraft und Zuversicht gegeben hat.)

 

erstellt am 13.06.2017