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Trassenfindungsprozess in Bissendorf

Ihre Wortmeldung zur Trassenfindung ist gefragt!

 

Jetzt bis 31. Januar 2015 verlängert!

Trassenfindungsprozess


Die Gemeinde Bissendorf und der Dortmunder Übertragungsnetzbetreiber Amprion suchen gemeinsam unter Beteiligung der Gemeinde Belm nach möglichen Trassenverläufen für den geplanten Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung von Osnabrück-Lüstringen über Bissendorf nach Wehrendorf.

 

Nach drei internen Arbeitskreisen haben seit Ende November 2014 nun die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, sich an diesem Prozess zu beteiligen und Anmerkungen, Hinweise und Anregungen zu den 13 vorgestellten Trassenvarianten abzugeben. „Da wiederholt der Wunsch an uns herangetragen wurde, das Zeitfenster für die Bürgerbeteiligung zu erweitern, möchten wir diesem Anliegen gerne nachkommen und verlängern die öffentliche Beteiligungsphase um vier Wochen“, erklärt Guido Halfter, Bürgermeister der Gemeinde Bissendorf. „Wir nehmen Wortmeldungen zur Trassenfindung nun bis zum 31. Januar 2015 entgegen.“ Ursprünglich sollte die öffentliche Beteiligungsphase am 4. Januar 2015 enden.

 

Guido Halfter: „Wir freuen uns über jede konstruktive Wortmeldung. Der Trassenfindungsprozess ist ein zusätzliches Instrument zur Vorbereitung der formellen Planungsverfahren. Die verbrieften Rechte aller Betroffenen, die ein Raumordnungs- und Planfeststellungsverfahren mit sich bringt, bleiben davon unberührt.“Alle Pläne zu den Trassenvarianten wurden im Internet auf der Projektseite www.trassenfindung-bissendorf.de veröffentlicht. Neben dem Online-Formular auf der Projektseite können sich alle Interessierten auch auf dem Postweg, per E-Mail oder direkt bei den Gemeindeverwaltungen Bissendorf und Belm zu Wort melden. Alle Anmerkungen, Hinweise und Anregungen werden kurzfristig beantwortet, dokumentiert und den Experten des Arbeitskreises vorgelegt, sind jedoch kein rechtlicher Einspruch in einem späteren Raumordnungs- und Genehmigungsverfahren.

 

In der abschließenden dritten Phase des Trassenfindungsprozesses sollen alle eingegangenen Anregungen von den Experten abgewogen und zu einem finalen Vorschlag für eine Trassenführung zusammengeführt und noch einmal öffentlich vorgestellt werden. Voraussichtlich im Juni 2015 soll der Trassenfindungsprozess abgeschlossen sein. Guido Halfter: „Unser Ziel ist es, eine Trassenführung zu erarbeiten, die möglichst konfliktarm, aus technischer Sicht sowie nach den gesetzlichen Vorgaben genehmigungsfähig ist.“ Dieses Ergebnis ist eine Empfehlung ohne bindende Wirkung, die von Amprion bei der Ausarbeitung der Unterlagen für das anschließende Raumordnungsverfahren berücksichtigt wird. Die endgültige Entscheidung über den Trassenverlauf liegt nach einem Raumordnungsverfahren beim Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg.

 

Hintergrund: Amprion hat den gesetzlichen Auftrag zum Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsleitung von Gütersloh über Osnabrück nach Wehrendorf. Die Notwendigkeit zum Bau dieser Leitung ergibt sich aus den Beschlüssen der Bundesregierung zum Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie bei gleichzeitig schrittweisem Ausbau der regenerativen Energien. Die gesetzliche Grundlage für dieses Projekt bildet das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG). Für den Abschnitt zwischen den Umspannanlagen (UA) Osnabrück-Lüstringen und Wehrendorf bieten sich grundsätzlich mehrere Varianten einer Trassenführung an. Aktuell verlaufen zwei Hochspannungsfreileitungen von Lüstringen nach Wehrendorf, eine 110-kV-Leitung im Norden und eine 220-kV-Freileitung im Süden und Westen. Es sollen nun Trassen für die 380-kV-Leitung zwischen Lüstringen und Wehrendorf gefunden werden, wobei auf diese beiden vorhandenen Trassen – gegebenenfalls teilweise – zurückgegriffen werden kann. Es kann aber auch zu ganz neuen Leitungsführungen kommen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.bissendorf.de, www.belm.de, www.trassenfindung-bissendorf.de und www.amprion.net.

 

Weitere Artikel zu diesem Thema: => 18.11.2014=> 27.10.2014

 

erstellt am 12.12.2014